Katzen Barfen – Rohfütterung leicht gemacht

„Wie füttern Sie denn ihre Katze?“ „Ich barfe!“ „Ehrlich? Ganz? Also ausschließlich?“ „Ähm, ja, fast, also so um 80%, hm.“ „Und die restlichen 20%?“ „Ja, ne, also Dosenfutter, aber sehr, SEHR Gutes...“ Kommt Ihnen das so oder ähnlich bekannt vor? Dahinter steckt die verständliche Angst, die eigene Katze zwar so gesund und natürlich wie möglich, aber vielleicht doch nicht ausgewogen genug zu ernähren. Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass Roh- oder Frischfleischfütterung (Neudeutsch: BARF) die einzig angemessene Fütterung für den Extremfleischfresser Katze ist. Im Gegensatz zur Rohfütterung für Hunde muss hier aber deutlich mehr Augenmerk auf die Supplementierung bzw. Zusammensetzung des Futters gelegt werden. Braucht die Katze doch zwingend solche Dinge wie Taurin, hat überdies einen sehr hohen Proteinbedarf und nur eine sehr geringe Toleranz gegenüber Kohlehydraten und pflanzlicher Nahrung.

Hier setzen seit einiger Zeit Komplettsupplemente an, welche versprechen, die Fütterung zu erleichtern und „komplett“ zu sein - also alle notwendigen Nährstoffe zu enthalten. Tatsächlich ist es aber so, dass viele dieser angebotenen Komplettzusätze zum einen nicht wirklich komplett sind, zum anderen aber genau betrachtet gar nichts anderes sind als Mischungen synthetisch hergestellter Vitamine und künstlicher Mineralstoffe, die in ähnlicher Qualität und Zusammensetzung auch in Fertigfutter zu finden sind. Jetzt finden viele „Rohfütterer“, dass dies ja eigentlich ein Widerspruch in sich ist. Auf der einen Seite frisches, hochwertiges Fleisch zu verfüttern und auf der anderen Seite künstliche Beimischungen an das Fleisch zu geben. Viel Wichtiger ist aber noch, dass in neueren Langzeitstudien abermals nachgewiesen wurde, dass synthetische Vitamine zum Teil vom Organismus nicht richtig aufgenommen werden können. Das liegt vor allem daran, dass diese nicht richtig nachgebaut wurden und die „echten“ Vitamine nur schlecht imitieren, da künstlich gewonnenen Vitaminen die natürlichen Begleitstoffe fehlen, in die sie eingebettet sind und die dem Körper bei optimaler Verwertung und kontrollierter Aufnahme behilflich sind. Synthetische Vitamine haben im Gegensatz zu natürlichen Vitaminen den erheblichen Nachteil, dass sie auf unnatürliche Weise unter anderem in die hormonelle Regulation der Tätigkeit der Verdauungsenzyme eingreifen und so die Gefahr besteht, dass nicht nur hormonelle Dysfunktionen genereller Art sondern auch dementsprechende Leberstörungen ausgelöst werden können.

Unseren Katzen geht es wie uns Menschen auch. Katze ist, was sie isst! Und ausgehend davon, dass eine Katze ja nun natürlicherweise eben fast ausschließlich Fleisch und/oder Fisch zu sich nehmen würde, warum dann überhaupt diese unterschiedlichen Supplemente, die Sie in den vielen Shops finden. Brauchen Sie die wirklich?

Die Antwort ist klar: NEIN! Einige wenige Zusatzstoffe sind unbedingt notwendig, wie z. B. Taurin. Viele der angebotenen Mischungen sind bei näherem Hinschauen Mogelpackungen und halten nicht, was sie versprechen. Meistens sind es überwiegend Füllstoffe und nur Spuren von Mineralien, Vitaminen, etc. Oder das andere Extrem ist, sie sind hochgradig überdosiert und schaden eher, als das sie helfen. Hinzu kommt, dass die Inhaltsstoffe meist auf synthetischem Wege hergestellt wurden, also unter Verwendung von viel Chemie. Das bekommt dem sensiblen Organismus der Katze auch nicht gut. Synthetisch hergestellte Vitamine sind im Übrigen auch für den Körper eher schädlich, denn sie machen den Organismus faul und verleiten ihn dazu, nur noch diese aufzunehmen. Die mit der natürlichen Nahrung angebotenen Stoffe kann ein so umprogrammierter Organismus dann oftmals nicht mehr verarbeiten.

Wenn Sie sich heute eine Katze zulegen, wollen Sie ja möglichst lange ungetrübte Freude und Spaß mit dem neuen Familienmitglied haben. Ausgehend von inzwischen immer mehr werdenden Studien zum Thema Fertigfutter wissen wir, dass nur eine kranke Katze für unsere Wirtschaft von Interesse sein kann.

Investieren Sie also ein wenig Zeit und ein klein wenig mehr Geld in die Ernährung Ihrer Katze, dann können Sie davon ausgehen, dass die Katze nicht bereits mit 10 Jahren zu den Senioren gehört und Ihnen möglicherweise gar bis zu 20 Jahren gesund Liebe und Zuneigung schenken kann. Und Sie tragen weniger Geld zum Tierarzt!

Sie können dies erreichen, indem Sie sich von einer erfahrenen Tierheilpraktikerin Ihren individuellen Futterplan erstellen lassen. Mit diesem Plan sind Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Die Katze bekommt, was sie braucht und das auf natürliche Weise. In wenigen Tagen lernen Sie Ihren Liebling ausgewogen zu barfen.

Unsere Tierheilpraktikerin Erika Kalbfleisch stellt die Futterpläne nach den jeweiligen Gegebenheiten zusammen. So berücksichtigt sie den Gesundheitszustand des Tieres, den Aktivitätsgrad aber auch die Vorlieben (lieber Fisch oder vielleicht eher Fleisch). In ihrer Praxis gibt sie jedes Jahr vielen Tierbesitzern Hilfestellung bei der Umstellung der Hunde und Katzen auf´s Barfen.

Die THP Erika Kalbfleisch macht die Erfahrung in Ihrer Praxis, dass kranke Katzen mit einer Futterumstellung bereits ein hohes Maß an Gesundheit zurück gewinnen können. Viele der so genannte Zivilisationserkrankungen wie Diabetes, Nierensteine, Fettleibigkeit, und andere bekannte Krankheiten bei den Katzen treten inzwischen vermehrt auf und sind sehr oft auf die Fütterung der industriell hergestellten Nahrungen zurück zu führen.

Barfen mit dem individuelle Futterplan ist damit eine echte Alternative!

Alles frei nach dem Motto „Isst die Katze gesund – freut sich der Mensch!“

Jürgen Hitzegrad www.zoobedarf-hitzegrad.de